Best Practice: NBA-Visuals auf Instagram

titelbild_nbaGeht es um graphische Gestaltung in sozialen Netzwerken, prallen mehrere Welten aufeinander. Wenn (!) Unternehmen Wert auf Visuals legen, dann setzen sie meiner Erfahrung nach am liebsten auf Designs, die sie bei anderen großen Kampagnen gesehen haben und in – sagen wir verwandter – Form gerne für ihren eigenen Auftritt hätten. Die Grafiken sollen edel aussehen, aber nichts kosten. Interne oder externe Grafiker wollen dagegen Handlungsfreiheit, möglichst viel Input an Rohmaterial und dann viel Zeit für eine aufwendige Umsetzung. Am liebsten ohne weitere Feedbackschleife, wer mag es ihnen verdenken.

Vom Delfin mit der roten Flosse

Und dazwischen steht dann jemand wie ich und darf an Dinge erinnern, die oft im Hin und Her aus dem Blick geraten: Die Nutzung der richtigen (Datei-)Formate, optimale Nutzung von automatisierten Vorschaubildern und nicht zuletzt das große Ganze. Womit ich meine: Eine Bild- und Grafiksprache sollte sich durchziehen vom Profilbild bis zu täglichen Postings, vom Hintergrund auf Twitter bis hin zum Design der Unternehmenshomepage. Im reißenden Fluss der Statusupdates in sozialen Netzwerken ist es schwierig genug, wie ein Delfin daraus aufzutauchen, bevor man schon wieder darin verschwindet. Da hilft es ungemein, wenn man für den Nutzer immer der Delfin mit der knallroten Flosse ist. Intuitive Wiedererkennbarkeit durch ein wohlüberlegtes Design.

Das ist mein Mantra in vielen Gesprächen mit Kunden. Doch wie immer ist es nicht so einfach, denn es gibt Ausnahmen.

Wo kein Edge rankt, sprießt Kreativität

Nehmen wir zum Beispiel Instagram: Das Auftauchen aus dem Nachrichtenstrom ist hier (noch) kein Problem. Ähnlich wie bei Twitter sieht der Nutzer jedes Statusupdate der von ihm abonnierten Accounts, wenn er die App nutzt. Es wird nicht von Seiten der Plattform selektiert, die Timeline folgt dem Prinzip der Chronologie, seit einiger Zeit allerdings unterbrochen von Werbepostings.

Instagram lebt von seiner Abwechslung, immergleiche Postings stehen für Langeweile.

Zu deutliche Wiedererkennbarkeit kann hier eher zum Problem werden. Instagram lebt von seiner Abwechslung, immergleiche Postings stehen für Langeweile. Nicht falsch verstehen: Nichts spricht gegen einen einheitlichen Filter oder eine einzigartige Bildsprache. Doch je nach Postingfrequenz ist eine solche Vereinheitlichung sehr vorsichtig einzusetzen. Wie wichtig Kreativität bei Instagram ist, zeigt ein kleines Beispiel.

Abgesehen von der mir persönlich zu hohen Postingfrequenz macht der Instagram-Account der NBA vieles richtig: Einblicke hinter die Kulissen, Highlightvideos, kluge Hashtagverwendung, Kontakt zu den NBA-Stars durch Q&As, etc. Und in einem Punkt sind sie für mich ein Best Case, beim Einsatz von Visuals.

Unglaublich kreativ und abwechslungsreich, mit komplett eigenen Stilen. Die Grafiken bedienen sich der unterschiedlichsten popkulturellen Elemente, sind allesamt hochwertig und für sich einzigartig. Jedes Wort darüber wäre eines zuviel, deshalb schaut sie euch einfach an. Das hier sind einige Beispiele, die alle aus der Finalserie zwischen den Golden State Warriors um Stephen Curry und den Cleveland Cavaliers um LeBron James entstammen.

Ich finde: einfach großartig.

 

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